Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung!

Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Hat dir das Top mit Bubikragen in der letzten Folge von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ auch so gut gefallen und jetzt möchtest du es unbedingt nachnähen? Du hast schon eine genaue Vorstellung, wie du den Stoff für den Kragen und den Stoff für das Oberteil kombinieren willst?

Aber nur das Schnittmuster, das du hier kostenlos findest, reicht dir nicht, du brauchst eine ausführliche Nähanleitung?

Mit der Nähanleitung von stoffe.de zeigen wir, wie du das Top mit Bubikragen nähst.

Die Nähanleitung und viele weitere tolle Schnittmuster mit Nähanleitungen und Erklärungen zu unterschiedlichen Nähthemen findest du auch im Buch zur Sendung, das es sowohl als Hardcover, als auch als E-Book zu kaufen gibt.

Und, wenn du Lust hast, etwas zu gewinnen, dann scrolle bis zum Ende dieses Beitrags. Dort haben wir noch eine kleine Verlosung für dich vorbereitet!

Jetzt wollen wir aber erst mal nähen!

Benötigte Materialien Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung!
- 1 m Baumwollstoff gemustert oder uni
- 0,5 m Baumwollstoff in Kontrastfarbe oder gemustert
- 1 m Schrägband
- 0,5 m Vlieseline Gewebeeinlage G710
- Passendes Garn
- Schnittmuster
- Handnähnadeln
- Stoffschere
- Papierschere, Kleber

Papierschnittmuster vorbereiten Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Drucke das Schnittmuster aus. Achte darauf alle Seiten in der tatsächlichen Größe (100%) auszudrucken.

Tipp: Auf einer Seite ist ein 10 x 10 cm großes Testquadrat. Wenn du unsicher bist, ob du den Drucker richtig eingestellt hast, drucke erst mal nur die Seite mit dem Testquadrat aus und prüfe, ob dieses 10 x 10 cm misst.

Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Jetzt klebst du die einzelnen Din A4 Seiten zusammen. An den Kanten der Blätter sind Markierungen, die aufeinander treffen müssen. Dann die Schnitteile an den Kanten ausschneiden, die zu deiner Konfektionsgröße gehören. Die einzelnen Größen sind durch verschiedene Linienarten zu unterscheiden.
Hinweis: Das Top fällt klein aus, also gerne eine Konfektionsgröße größer auswählen.

Schnittteile zuschneiden Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Nun kannst du den Stoff und die Vlieseline Gewebeeinlage zuschneiden.
Du benötigst aus Stoff
1 x das Vorderteil im Stoffbruch
2 x das Rückenteil
2 x den Bubikragen
1 x den vorderen Beleg im Stoffbruch
1 x den hinteren Beleg im Stoffbruch.
Du benötigst aus Vlieseline Gewebeeinlage
1 x den vorderen Beleg im Stoffbruch
1 x den hinteren Beleg im Stoffbruch
1 x den Bubikragen
In allen Schnitteilen ist bereits 1 cm Nahtzugabe enthalten. Knipse markieren dir die Nahtzugabe. Du solltest dir die Knipse mit kleinen Einschnitten auch auf den Stoff übertragen. Zudem musst du die Markierung für die Abnäher mit Schneiderkreide auf die linke Seite des Vorderteils übertragen.

Einlage aufbügeln Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Die beiden Belege sowie die beiden Krangenteile des Bubikragens, verstärken wir mit der Vlieseline Gewebeeinlage.
Die Einlage mit der beschichteten Seite nach unten auf die linke Seite des Oberstoffes legen und mit Druck langsam über jede Stelle gleitend aufbügeln nicht schieben.
Eventuell überstehende Vlieseline kürzen und den Kragen in Form schneiden.

Abnäher steppen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Im Vorderteil befinden sich zwei Abnäher.
Hier legst du den Stoff so aufeinander, dass sich die beiden Markierungslinien überlappen und an der Spitze des Abnähers zusammen treffen.
Dann dieses entstandene Dreieck absteppen.
Am Ende des Abnähers nicht Vor- und Zurücknähen, sondern den Faden nur etwas länger stehen lassen und gut verknoten.

Rückenteile zusammensteppen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Lege dir die beiden Rückenteile rechts auf rechts und steppe mit 1 cm Nahtzugabe die Mittelnaht.
Dann die Kante mit Overlockstich oder Zickzackstich versäubern und zu einer Seite bügeln.

Schulternähte schließen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Nun schließt du die Schulternähte, sowohl an Vorder- und Rückenteil als auch am vorderen und hinteren Beleg.
Am Vorder- und Rückenteil versäuberst du die Naht zusammen und bügelst sie dann in das Rückenteil.
Die Nahtzugabe am Beleg bügelst du auseinander.
Alle Kanten mit der Overlockmaschine oder einem Zickzackstich versäubern.

Bubikragen verstürzen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Den mit Gewebeeinlage verstärkten Oberkragen legst du rechts auf rechts auf den unverstärkten Unterkragen und steckst dir die beiden Teile mit Nadeln zusammen.
Nun steppst du die äußere Kante mit 1 cm Nahtzugabe zusammen.

Bubikragen fertigstellen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Die Nahtzugabe auf ca. 0,5 cm zurückschneiden und dann den Kragen wenden und gut bügeln.

Bubikragen aufstecken Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Jetzt legst du den Bubikragen auf den Halsausschnitt und zwar so, dass die Knipse auf die Schulternähte treffen und die vordere Kante des Kragens mit der vorderen Kante des Vorderteils übereinstimmen.

Kragen und Belege feststecken Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Auf den Kragen steckst du dann den Beleg.
Auch hier darauf achten, dass die Schulternähte aufeinandertreffen und auch die vordere Mitte passgenau übereinanderliegt.
Der Bubikragen sollte an den vorderen Ausschnittkanten nicht ganz parallel zur Ausschnittkante liegen, sondern etwas schräg.

Belege annähen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Mit 1 cm Nahtzugabe steppst du nun den Beleg sowie den Kragen fest.
Anschließend die Nahtzugabe kürzen und den Beleg nach innen legen.
Den Beleg mit ein paar Handstichen auf der Nahtzugabe der Schulternähte und der hinteren Mitte fixieren.

Armausschnitte mit Schrägband einfassen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Jetzt brauchst du das Schrägband, denn damit fasst du die Armausschnitte des Tops ein.
Klappe den Falz des Schrägbands auf und lege es rechts auf rechts auf die Kante des Armausschnitts, so, dass die Kante des Schrägbands mit der Kante des Armausschnitts abschließt.
Steppe nun genau im Falz das Schrägband fest.
Schneide das Schrägband dann mit ca. 2 cm Überstand ab.
Wiederhole dies für das zweite Armloch.
Wir haben zu Demonstrationszwecken weißes Garn verwendet, du solltest hier aber natürlich passendes Garn verwenden.

Seitennähte schließen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Schließe nun die Seitennähte und zwar so, dass du auch das Schrägband in der Seitennaht mit fasst.
Achte darauf, dass das Schrägband genau übereinander liegt.

Seitennähte versäubern Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Versäubere die Seitennähte mit der Overlockmaschine oder einem Zickzackstich und bügle sie dann in das Rückenteil.

Armausschnitteinfassung von Hand fertigstellen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Jetzt kannst du das Schrägband nach innen legen und feststecken.
Von Hand nähst du nun das Schrägband mit einem Blindstich fest.
Dazu immer in den Falz des Schrägbands und den Oberstoff einstechen, beim Oberstoff aber immer nur zwei – drei Fädchen mitfassen.
Am besten bei der Seitennaht beginnen und einmal um das Armloch arbeiten.
Die Fadenenden dann miteinander verknoten.

Saum nähen Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Für den Saum die untere Kante erst 1 cm und dann nochmal 2 cm um bügeln.
Wieder mit einem handgenähten Blindstich den Saum fixieren.
Dazu immer in den Falz des Saums und den Oberstoff einstechen, beim Oberstoff aber immer nur zwei – drei Fädchen mitfassen.
Die Fadenenden dann miteinander verknoten.

Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Noch einmal das Top bügeln und fertig ist dein neues Top mit Bubikragen!
Wenn du willst, kannst du am Ausschnitt noch einen Knopf und eine Schlaufe annähen, sodass du den Ausschnitt zusammenhalten kannst.

Na, hast du das jetzt auch in der Zeit geschafft, wie es in der Sendung vorgeschrieben war? Nein? Ärger dich nicht, wir haben es auch nicht geschafft, denn allein die Blindstichnähte an Saum und Armausschnitten haben bei uns schon eine gute Stunde Arbeitszeit gekostet.

Falls du jetzt aber Lust hast, noch mehr Projekte auszuprobieren, dann ist das Buch zur Sendung genau das Richtige für dich! Und klar, das Beste kommt zum Schluss:
Wir verlosen drei Exemplare von „Geschickt eingefädelt - Das große Nähbuch mit Guido Maria Kretschmer“ unter euch!!!

Kostenlose Nähanleitung: Top mit Bubikragen aus der aktuellen Folge von „Geschickt eingefädelt – wer näht am besten?“ – mit Verlosung! Die Teilnahme ist wie immer ganz einfach: Kommentiert diesen Beitrag und sagt uns, wie ihr die Sendung bisher fandet. Habt ihr schon einen Liebling und einen Favoriten? Was denkt ihr über die Aufgaben? Ärgert ihr euch, nicht beim Casting gewesen zu sein?

Bis zum 13.11.2015 24:00 Uhr könnt ihr an unserer Verlosung teilnehmen!

Bitte beachte, dass dein Kommentar erst nach einer Freischaltung angezeigt wird. Die Freischaltung erfolgt meist innerhalb einer Stunde.

Der Preis wird am Montag, den 16.11.2015, ausgelost und die drei Gewinner werden direkt benachrichtigt.

Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel erkennt jeder Teilnehmer die nachfolgenden Teilnahmebedingungen an: Das Gewinnspiel ist kostenlos. Jeder Teilnehmer kann nur in eigenem Namen teilnehmen und erhält lediglich nur eine Gewinnmöglichkeit. Die Barauszahlung eines Gewinns sowie ein Umtausch dessen sind ausgeschlossen. Darüber hinaus ist der Gewinn nicht übertragbar. Eine Gewinnauslosung unter allen korrekten Einsendungen findet im Rahmen eines Losverfahrens mithilfe eines Zufallsgenerators statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der ausgeloste Teilnehmer wird per E-Mail benachrichtigt. Die weiteren Formalitäten der Übergabe des Hauptgewinns werden nach der Verlosung individuell mit dem ermittelten Gewinner vereinbart. Alle eventuell anfallenden (Folge-) Kosten, die bei und/oder durch die Nutzung des Gewinns entstehen, wie zum Beispiel zusätzliche Versandkosten, trägt ausschließlich der Gewinner. Es besteht kein Anspruch auf Geltendmachung gegenüber dem Ausrichter der Verlosung.

Interview – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Florian Lange ist in der Vintageszene bekannt wie ein bunter Hund. Seit er 2003 bei einer Musicalproduktion mitgemacht hat, in der Kostüm, Kulissen und Requisiten dem Stil der 50 er Jahre entsprachen, war seine Leidenschaft für den Rock‘n Roll Stil geweckt.

Seit mittlerweile zwei Jahren verkauft der 24-Jährige aus Brandenburg an der Havel seine selbst designten und von ihm handgefertigten Petticoatkleider auf seiner eigenen Webseite. Das Modelabel HerrSchneider steht für klassische Damenmode der Wirtschaftswunderzeit mit einem Hauch von Rockabilly. Elegant, feminin und vor allem schmeichelnd für jede Frau sind die handgenähten Petticoat-Kleider, Blusen und Röcke. Interview  – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt  – Wer näht  am besten?“ 2014 entdeckte Florian beim Surfen im Internet den Castingaufruf für die Produktion einer Nähsendung und dachte sich „Das könnte interessant sein!“. Also bewarb er sich, wurde zum Casting eingeladen und ein paar Monate später stand er dann in der liebevoll eingerichteten Kulisse im Atelier von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“.

Zusammen mit den sieben anderen Kandidaten aus ganz Deutschland durfte er den Gastgeber und Juror Guido Maria Kretschmer und die Jurorinnen Inge Szoltysik-Sparrer und Anke Müller kennenlernen. Nach den Dreharbeiten dauerte es noch ein paar Monate bis zur Ausstrahlung und Florian fiel es schwer, das alles für sich zu behalten – nun wird die Sendung endlich ausgestrahlt und er kann jedem von seinen Erfahrungen erzählen.
Also telefonierten wir mit dem jungen Designer und stellten ihm ein paar Fragen zu den Dreharbeiten und seinem Modelabel.

Mit diesem zweiten Interview bekommt ihr nun einen weiteren Blick hinter die Kulissen der Sendung „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, die auch heute wieder um 20:15 Uhr bei VOX läuft.

Hallo Florian, schön, dass ich dich telefonisch erreiche. Wir sind gespannt, was du während der Dreharbeiten zu „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ erlebt hast. Erzähl doch mal, wie bist du eigentlich zum Nähen gekommen?
Richtig mit dem Nähen habe ich 2010 angefangen, denn da habe ich meine erste eigene Nähmaschine gekauft. Vorher habe ich immer schon mal heimlich auf der Nähmaschine meiner Mutter genäht, weil ich ihr oft beim Nähen über die Schulter geguckt habe und das Nähen faszinierend fand. Dann machte ich bei der Musicalproduktion von „Mit Rock´n Roll und Petticoat“ mit und fand Gefallen an den Kostümen und den Looks der damaligen Zeit. Ich gründete kurz darauf eine eigene Tanzgruppe und natürlich benötigten wir dafür Kostüme. Also kaufte ich Stoffe und legte einfach los! Nahtzugabe und Vorwaschen, das waren beides Dinge, die mir fremd waren. Natürlich passten die ersten Kostüme meinen Tanzfreundinnen dann nur mit ordentlich Bauch einziehen, aber sie waren selbst genäht und ich war mächtig stolz auf meine Werke. Seitdem habe ich mir natürlich immer mehr Wissen autodidaktisch angeeignet, oder es einfach so lange probiert, bis das entstand, was ich in meinem Kopf hatte.

Und womit nähst du hauptsächlich?
Mittlerweile habe ich mehrere Nähmaschinen in meinem Atelier. Von der normalen Haushaltsnähmaschine , einer Pfaff Hobbylock, über eine Overlock und Coverlock, sowie eine alte Viktoria aus den sechziger Jahren, ist alles dabei, was mein Schneiderherz höher schlagen lässt. In der Sendung haben wir computergestützte Maschinen benutzt, da musste ich mich erst mal mit vertraut machen. Die Maschine hatte so viele Funktionen und Knöpfe, das war ich von meinen Maschinen nicht gewohnt. Die Vintagekleidung, die ich nähe, kommt mit zwei Stichprogrammen aus: Geradstich und Zickzackstich, mehr gab es in den Sechzigern nicht und mehr brauche ich auch heute eigentlich nicht, wenn ich nähe. Wobei ich mich doch schon sehr über die heutigen Overlockmaschinen freue, denn damit kann man die Kanten viel besser und schneller versäubern, als mit einem Zickzackstich. Gerade bei Tellerröcken, wo viel Saum versäubert werden muss, nutze ich die Maschine gern.

Interview  – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt  – Wer näht  am besten?“ Hast du in der Sendung immer die sichere Bank gewählt, oder bist du auch mal aus deiner Komfortzone herausgetreten?
Meine Kollektionen basieren meist auf dem Grundschnitt für ein Fünfziger Jahre Kleid, den ich von meiner Oma bekommen habe. Sie war selbst gelernte Schneiderin, und vielleicht habe ich da auch etwas von ihrem Talent in meinen Genen. Meist verwende ich dafür Baumwollstoffe, da sich diese leicht zuschneiden und gut verarbeiten lassen. Doch in der Sendung war ich von der großen Auswahl in unserer Stoffrequisite so begeistert, dass ich mich auch an andere Materialien gewagt habe. So vernähte ich auch mal einen Polyestersatin oder flutschige Viskose – meist jedoch fand man mich bei der Stoffauswahl in der Baumwollecke.

Was für eine Technik hast du gelernt, die du vorher noch nicht kanntest?
Gleich in der ersten Sendung wurde ich sehr gefordert, denn es galt einen Bleistiftrock mit Formbund zu nähen. Das hatte ich noch nie gemacht, denn ich nähe ja meist Kleider, und da brauche ich keinen Formbund. Auch das Befolgen der Anleitung hat mir nur bedingt geholfen, denn normalerweise lese ich keine Anleitungen, sondern nehme einfach einen Schnitt und probiere dann so lange, bis es klappt. Viele Anleitungen verstehe ich auch einfach nicht, denn sie nutzen so viele Fachwörter, die ich erst nach und nach dazu lerne.

Und wie haben sich die Dreharbeiten nun auf dein Nähen ausgewirkt?
Nach den Dreharbeiten bin ich beim Nähen schon etwas schneller als vorher. Und ich habe viel gelernt, über verschiedene Techniken und Materialien. Ich würde sagen, dass ich etwas „konformer“ nähe und viele Techniken nun einfach drin habe und nicht mehr lange überlegen muss, wenn ich etwas zusammennähe.
Wenn die Jury etwas kritisiert hat, dann war das immer konstruktive Kritik und ich konnte einsehen, warum sie ihre Meinung so begründen. Die Jury war schon streng, aber nie gemein. Und den Worten von Inge muss man einfach auch vertrauen, denn die kann es einfach - sie ist so top ausgebildet! Und sie weiß aber auch genau, wie sie einem Laien wie mir die Technik erklären muss. Das war schon sehr lehrreich, wenn sie ein Kleidungsstück von mir bewertet hat. Interview  – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt  – Wer näht  am besten?“ Und der Rest der Jury? Wie hast du Anke und Guido erlebt?
Anke ist eine sehr süße Person, so kreativ und unterhaltsam. Ein echtes Multitalent, denn sie näht ja nicht nur, sondern entwirft auch Stoffdesigns. Es war sehr interessant, sich mit ihr auch außerhalb der Dreharbeiten zu unterhalten. Die gesamte Jury war immer während der Dreharbeiten vor Ort und ich hatte das Gefühl, dass sie immer wussten, wenn ich etwas Aufmunterung brauchte oder einen Tipp benötigte.
Guido ist einfach Guido. So freundlich und immer interessiert daran, was wir machen und wie wir es machen. Wie er schon in der Sendung sagte, er hat auch von uns etwas gelernt, denn wir Hobbyschneider gehen ja nicht immer nach Lehrbuch vor – besonders ich nicht!

Du arbeitest ja gerade selbst an einer neuen Kollektion. Was dürfen wir da erwarten?
Mein erstes Konzept habe ich gerade komplett neu überdacht. Gerade interessieren mich Gegensätze und so will ich klassische Petticoatkleider aus zarten Pastellfarben mit Detail aus schwarzer Spitze und Lack brechen. Etwas außerhalb des gewohnten Looks von mir!

Vielen Dank an Florian für das Interview!

Wer nun wissen will, wie weit es Florian noch in der Sendung schafft, der sollte heute Abend wieder Vox einschalten.
„Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, läuft immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX. Florian präsentiert seine genähten Werke immer wieder auf seiner Facebookseite und auch auf Instagram könnt ihr dem Jungdesigner folgen.

Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

In der Blog-Welt ist Meike Rensch-Bergner keine Unbekannte. Seit 2010 schreibt sie auf crafteln.de über das Nähen und ihre Entwicklung zur fortgeschrittenen Hobbyschneiderin. Meike versteht es, ihre Nähgeschichte in Worte zu fassen und ihre Blogleser mit einzubinden - da entstehen interessante Diskussionen in ihren Kommentaren, und auch Meike lernt ständig dazu, wenn sie Tipps von ihren Lesern bekommt.
Mittlerweile gibt es Meikes Worte auch in Buchform, denn die quirlige Frohnatur hat ihre Gedanken in „Nählust statt Shoppingfrust: Selber nähen macht glücklich!“ niedergeschrieben – ein Muss für jeden, der schon ihr erstes Buch das „Uschi-Prinzip“ mit Interesse gelesen hat.
Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

2014 entdeckte sie den Castingaufruf von VOX für eine neue Nähsendung nach dem Vorbild der britischen Sendung „The Great British Sewing Bee“. Diese News kursierte natürlich auch in der Bloggerszene und für Meike war sofort klar: „ Da will ich mitmachen!“. Und tatsächlich stand sie dann Anfang 2015 mit sieben anderen Kandidaten vor der Kamera und durfte den Gastgeber und Juror Guido Maria Kretschmer und die Jurorinnen Inge Szoltysik-Sparrer und Anke Müller kennenlernen. Aufregende Drehtage und die Spannung, was wohl vom gefilmten alles ausgestrahlt wird, bestimmten das Jahr 2015 für die fröhliche Meike aus Hamburg.

Es lag also nah, dass wir von stoffe.de die Hamburgerin zu uns eingeladen und mit ein paar Fragen rund um die Sendung gelöchert haben, denn: Jeder möchte doch wissen, wie der Guido so in Wirklichkeit ist und was Meike bei der Produktion alles erlebt hat!

Das und noch viel mehr hat uns Meike im Interview verraten! Hier bekommt ihr nun einen Blick hinter die Kulissen des Nähwettbewerbs „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, der ab dem 3. November immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX läuft.

Hallo Meike, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst und uns hier in Schenefeld besuchst. Wir sind gespannt, was Du während der Dreharbeiten zu „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ erlebt hast. Erzähl doch mal, wie lief denn eigentlich das Casting, und warum hast Du Dich angemeldet?
Zum Casting bin ich nach Berlin gefahren. Im Nähkontor, einem Geschäft einer Bloggerfreundin, fand das offene Casting statt. Wir mussten unter einer Zeitvorgabe einen Rock nähen und wurden dabei gefilmt. Zum Glück nähe ich viele Röcke, daher war die Aufgabe nicht die schwierigste. Eine andere Bloggerin war auch mit dabei und so hatte das Casting eher etwas von einem Nähkränzchen, als dass es wirklich wie ein Wettbewerb war. Ich habe dort gar nicht viel auf die anderen Kandidaten geachtet.

Angemeldet habe ich mich aus einem Herzensgrund: Ich möchte allen Frauen da draußen zeigen, dass Nähen einen Befreiung sein kann! Diese Leidenschaft macht nicht nur Freude über fertige Nähprojekte. Insbesondere das Bekleidungsnähen macht selbstbewusster und führt dazu, dass man sich und seinen Körper schätzen lernt. Niemand hat die Standardmaße, die ein Modell oder eine Schaufensterpuppe haben, doch wenn wir nähen, dann können wir unsere Kleidung auf unseren Körper anpassen, das betonen, was wir betonen wollen und das kaschieren, was uns nicht so gefällt. Für mich ist das Nähen manifestierte Liebe zu mir selbst, denn ich wende Zeit auf, die ich nur für mich nutze. Und genau das möchte ich in der Sendung rüberbringen – Nähen ist nicht nur nützlich, sondern hat auch Effekte auf das Gemüt.

Wie lief ein durchschnittlicher Drehtag ab?
Die Drehtage waren lange Tage, das war schon anders, als wenn ich zuhause mal nur ein Stündchen nähe. Die Kameras zeichneten alles auf, was während der Nähzeit so passierte, dann gab es natürlich noch die Vorstellungen der Projekte und die Entscheidungen, die die Jury treffen musste. Für das Nähen hatten wir immer Zeitvorgaben, die eingehalten werden mussten.

Wie hat sich das Nähen während der Dreharbeiten vom Nähen zuhause unterschieden?
Erst mal habe ich zuhause keinen festen Nähplatz. Ich nähe am Esstisch und muss dann alles auf- und abbauen. Auch das Bügelbrett steht bei mir nicht ständig betriebsbereit in der Nähe der Nähmaschine. Im Sommer nähe ich gerne draußen auf dem Balkon, weil ich da meinen Mann und mein Kind nicht störe – nur nach 9 Uhr wird das dann meist nichts mehr, da ich die Nachbarn nicht über Gebühr stören möchte.

Bei den Dreharbeiten hatte jeder Kandidat einen eigenen Arbeitsplatz mit zwei Maschinen, einem eigenen Bügelbrett und allem an Zubehör, was man sich so wünschen kann. Zu meinem Geburtstag gab es daraufhin nur einen Wunsch: eine Bügelstation. Diese bekam ich auch netterweise von meiner Familie geschenkt und bin ganz begeistert von dem Ding. Nur Bügelei und Bügelbock mussten wir Kandidaten uns teilen – das wird man während der Sendung vielleicht manchmal sehen, denn ich hatte den längsten Weg zum Bügelbock, und da wir unter Zeitvorgaben nähten, legte ich doch öfter mal einen Sprint ein.
Somit war das Nähen während der Dreharbeiten auf jeden Fall effektiver als zuhause. Jedoch lege ich zuhause auch mal ein Teil zur Seite und nähe erst zwei Tage später weiter, wenn ich Lust habe. Das ging während der Dreharbeiten natürlich nicht. So etwas setzt mich dann manchmal unter Druck, und wenn ich gestresst bin, dann kommen mir auch schon mal die Tränen – die aber auch schnell wieder trocknen. Zuhause heule ich also nicht ständig beim Nähen (lacht).

Welche Aufgabe hat dich am meisten gefordert?
Definitiv die Kreativaufgaben. Ich hatte mich gut vorbereitet und geübt, Reißverschlüsse einzunähen, Säume zu nähen und verschiedene Materialien kennenzulernen. Doch als es dann an die erste Kreativaufgabe ging und wir etwas an einer Puppe drapieren mussten, fiel mir auf „Oh, das habe ich überhaupt nicht geübt!“. Ich nähe ja eigentlich immer für mich und habe auch zuhause keine Schneiderpuppe mit meinen Maßen. Ich nähe nach Schnittmuster und mache die Anpassungen dann an meinem eigenen Körper. Das Drapieren habe ich dann während der Sendung gelernt, aber genau so funktioniert nähen: Man lernt es, in dem man einfach etwas ausprobiert.

Nähst du jetzt nach den Dreharbeiten anders?
Ganz klar, ja: Wenn einem einmal von der Schneidermeisterin und Bundesvorsitzenden des Maßschneiderhandwerks Inge Szoltysik-Sparrer beim Nähen auf die Finger geguckt wurde, dann kann man gar nicht mehr anders als sehr, sehr sorgfältig nähen. Jetzt kann ich nicht mehr, wie ich es vorher manchmal gemacht habe, auch mal unordentlich nähen und sagen „Das lasse ich jetzt so!“. Ich bin also seit der Sendung auf jeden Fall effektiver und genauer beim Nähen und habe dafür tolle Tipps von Inge erhalten.
Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

Mir wird immer im Gedächtnis bleiben, wie wir in einer Drehpause gemeinsam in der Garderobe saßen und uns Inge zeigte, wie man einen handrollierten Saum anfertigt. Auch von den anderen Kandidaten habe ich so Einiges über das Nähen gelernt, denn uns verbindet alle die gemeinsame Leidenschaft für das Nähen. So saßen wir auch zwischen den Drehabschnitten eigentlich immer zusammen und haben uns über das Nähen und verschiedene Techniken unterhalten. Von Florian habe ich eine Technik zum Faltenlegen gelernt, die ich noch nicht kannte, und die ich auf jeden Fall mal ausprobieren werde.

Die Dreharbeiten liegen eine Weile zurück. War es schwer, das alles für dich zu behalten?
Auf jeden Fall! Ich kommuniziere gerne und viel über Twitter mit meinen Nähfreundinnen aus ganz Deutschland und habe auch in der Zwischenzeit vor den Dreharbeiten und danach viele getroffen, musste mich aber immer etwas bedeckt halten. Das ist schon schwer für mich! Aber jetzt, wo die Sendung ausgestrahlt wird, kann ich endlich auch über das, was ich erlebt habe, bloggen und freue mich, die anderen Nähbegeisterten auf diesem Weg „mit hinter die Kulissen zu nehmen“.
Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

Und jetzt nochmal für alle Neugierigen: Wie ist denn der Guido so?
Guido Maria Kretschmer ist ein Charakter und genau so, wie man ihn im Fernsehen erlebt, ist er auch. Sein Humor, seine Leidenschaft für das Nähen, schöne Stoffe und das Einkleiden von Frauen, das ist 100 % Guido. Es war toll, ihn mal persönlich kennenzulernen!

Vielen Dank an Meike für das Interview!

Wer noch mehr zur Sendung „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, die ab dem 3.11. immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX läuft, wissen möchte, dem empfehlen wir Meikes Blogbeiträge auf crafteln.de, und auch auf Twitter oder Facebook könnt ihr der Hamburgerin folgen.