Interview und Gewinnspiel: „Kindertaschen nähen“ von Swantje Lindemann

Taschen kann man nie genug nähen, denn eine Tasche für jede Gelegenheit darf nicht fehlen. Das gilt auch schon für die lieben Kleinen, die Brotdosen zum Kindergarten transportieren müssen, ihre Haarspangen bei der Übernachtungsparty nicht verlieren sollen oder die neue Flöte in einer passende Tasche mit zum Unterricht nehmen wollen.

Für all diese Taschen und Hüllen gibt es jetzt ein Buch mit passenden Nähanleitungen. „Kindertaschen nähen“ von Swantje Lindemann ist vor kurzem im EMF Verlag erschienen und wir verlosen gerade fünf Exemplare auf unserer stoffe.de Facebookseite!
Neues Buch zum Thema Taschen nähen: Kindertaschen nähen von Swantje Lindemann Weil wir das Thema des Buches so spannend fanden, habe ich Swantje ein paar Fragen zu ihrem Buch gestellt und sie hat sich für ein kurzes Interview zur Verfügung gestellt.

Hallo Swantje, schön, dass du dir Zeit genommen hast. Stelle dich doch unseren Lesern kurz vor: Wer bist du und woher kommt deine Begeisterung für das Nähen?
Ich heiße Swantje Lindemann, bin 32 Jahre alt, verheiratet und hauptberuflich Mama von drei Kindern. Seit meiner Kindheit bin ich kreativ und mache alles, was Handarbeiten, Basteln und Zeichnen betrifft, kombiniere dabei auch gerne diese Bereiche und entwickle neue Ideen. Als Jugendliche wollte ich ursprünglich Modedesignerin werden und habe mich daher schon immer für Stoffe und deren Verarbeitung interessiert. Ich finde es großartig, wenn man aus Stoff etwas zaubern kann, was es nur einmal auf der Welt gibt.

Neues Buch zum Thema Taschen nähen: Kindertaschen nähen von Swantje Lindemann Hast du dir das Nähen selbst beigebracht, oder hast du eine professionelle Ausbildung gemacht?
Ich improvisiere unheimlich gerne. Mit dem ursprünglichen Nähen habe ich zu Hause begonnen. Einfach Nähmaschine von Mama geschnappt und los ging es. Zwischendrin habe ich auch den einen oder anderen Nähkurs besucht, aber am allerliebsten erarbeite ich mir selbst neue Schnittmuster oder überlege mir, wie ich aus einem Stoff meine Ideen umsetzen kann.

"Kindertaschen nähen" ist dein erstes Buch. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem EMF Verlag?
Den EMF-Verlag hatte ich zuerst mit einer anderen Buchidee angeschrieben. Diese passte aber nicht ganz zum Konzept des Verlages, aber sie hatten eine andere Idee in der Schublade, von der ich sofort begeistert war. Kindertaschen nähen passt aktuell perfekt zu meinem Lebensabschnitt, da mich meine eigenen Kids immer wieder auf neue Ideen bringen.

Welche Taschenidee hat dir bei der Umsetzung am meisten Spaß gebracht?
Am meisten hat mir das Erarbeiten des Rucksacks gefallen. Diesen benutze ich jetzt auch sehr gerne selbst. Aber auch die anderen Taschen haben in meiner Familie für Begeisterung gesorgt. Die Kids fragten oft: „ Sind die für uns?“ „Können wir die haben?“

Welches Modell würdest du einem Nähanfänger empfehlen?
Beispiel aus

Modell: Haifischtasche Bruce von Seite 89

Beispiel aus

Modell: Kulturtasche Bella von Seite 27

Einem Nähanfänger würde ich die Haifischtasche „Bruce“ oder die Mädchentasche „Kikilala“ empfehlen. Diese lassen sich mit der Anleitung einfach nacharbeiten.

Welche Stoffe verwendest du bei den Modellen? Hast du ein Lieblingsmaterial, was du immer wieder gern für Taschen benutzt?
Im Buch verwende ich größtenteils Baumwollstoffe. Diese lassen sich gut verarbeiten, da sie beim Nähen kaum nachgeben und sehr robust sind. Daher auch mein absoluter Lieblingsstoff. Außerdem habe ich für einige Modelle Wachstuch verwendet, welches ebenfalls tolle Eigenschaften hat, wie Formbeständigkeit und dass man es ganz einfach wieder abwischen kann. Mit Fleece und Filz habe ich auch genäht. Speziell Filz ist ein sehr dankbarer Stoff, da man ihn nicht versäubern muss.

Hast du schon weitere Buchideen?
Ich habe noch einige Buchideen, die ich noch gerne umsetzen möchte. Gerne würde ich ein Buch zum Thema „Näh’ dir deine Hochzeit“, zum Thema „Schultüten nähen“ oder „Kreative Familienprojekte“ machen.

Danke für deine Zeit!

Ich bin sicher, dass die Ideen von Swantje auch noch in Zukunft umgesetzt werden.

Hast du jetzt Lust bekommen deine Kinder auch mit neuen Taschen oder Rucksäcken zu versorgen? Dann hüpf gleich rüber auf unsere Facebook Seite und nutze deine Gewinnchance.

Interview und Gewinnspiel:
„1 Schnitt – 10 Kleider“ von Laura Hertel

Sommerzeit ist Kleiderzeit und diese Neuerscheinung aus dem EMF Verlag ist das ideale Buch für alle Kleiderprojekte. In „ 1 Schnitt – 10 Kleider“ erklärt die Bloggerin und Buchautorin Laura Hertel, wie du aus einem Grundschnitt zehn verschiedene Kleidervarianten nähst. So kannst du deinen Kleiderschrank mit vielen hübschen Einzelteilen füllen.

Interview und Gewinnspiel: „1 Schnitt – 10 Kleider“ von Laura Hertel

Ich habe Laura ein paar Fragen rund um das Nähen und ihr Buch gestellt.

Liebe Laura, stelle dich doch unseren Lesern, die dich vielleicht noch nicht kennen, kurz vor.
ch bin Laura aus Leipzig und blogge als „Tagträumerin“. Meinen Blog habe ich schon vor meiner Ausbildung als Maßschneiderin und Modedesignerin begonnen. Ich bin 26 Jahre alt und nähe privat seit 12 und beruflich seit 8 Jahren - wie die Zeit vergeht!

War ein Buch schon immer dein Wunschtraum?
Ich liebe es einfach zu schreiben und war schon in der Schule Chefredakteurin der Schülerzeitung. Außerdem gebe ich mein Wissen total gern an andere weiter. Beim Bücherschreiben kann ich beides miteinander vereinen, meine Liebe für Farben und Styling ausleben und viele Menschen erreichen - perfekt also!

Wie kam es zu der Idee Kleider für das Buch zu nehmen?
Ich trat mit einer eigenen Idee an den Verlag heran, aber die letztendliche Buchidee kam von Edition Michael Fischer. Kleider sind einfach ein absoluter Klassiker im Schrank jeder Frau und lassen sich ganz wunderbar durch verschiedene Längen, Ärmel-, Rock- und Kragenformen variieren.
Meine Kenntnisse aus Ausbildung und Studium konnte ich hier voll einbringen, denn alle Kleider basieren auf einem einfachen Grundschnitt, der immer wieder variiert wird. Hat man also einmal den Grundschnitt auf die Körpermaße angepasst, sind die Variationsmöglichkeiten endlos.

Welchen Stoff empfiehlst du für das erste Kleiderprojekt?
Ein Baumwollbatist oder ein Popeline ist immer eine gute Wahl, denn der Stoff trägt sich im Sommer angenehm und ist auch einfach zu verarbeiten, da er einen guten Griff hat. Auf stoffe.de gibt es eine große Auswahl schöner Baumwollstoffe. Das sind meine Favoriten, die sich besonders gut für das erste selbstgenähte Kleid eignen
Cotton Light Muscheln 2Cotton Vintage Hearts 2Classic Dots 0,2 cm, 20


Dein Lieblingskleid aus dem Buch ist...
Ich liebe sie alle, aber Kleid „Birdie“ vom Titel ist einfach mein absoluter Liebling und wandert nun auch in meinen eigenen Kleiderschrank!

Du hast in Leipzig einen eigenen Laden für maßgeschneiderte Brautmode, mittlerweile hast du schon dein zweites Buch geschrieben und schreibst auch fleißig für deinen Blog - wie findest du für all das Zeit?
Ich habe einen wunderbaren Mann, tolle Freunde und mittlerweile auch ab und zu Praktikantinnen, die mich sehr unterstützen. Ansonsten hat auch mein Tag nur eine begrenzte Zahl an Stunden und das Zauberwort lautet: Prioritäten setzen!

Hast du schon weitere Buchideen?
Klar, die schlummern immer in meinem Kopf. Ein Buch oder einen E-Course zum Thema Kleiderschrankplanung möchte ich beispielsweise schon seit Langem verwirklichen.

Vielen Dank für deine Zeit, Laura!

Kleiderschrankplanung ist ein gutes Stichwort, denn gerade das müssen wir Hobbyschneiderinnen ja oftmals nachträglich lernen – in vielen Fällen wird man von schönen Stoffen so angezogen, dass man gar nicht darüber nachdenkt, wie die Garderobe später zusammen passt.
Bei einem Kleid ist das egal, denn im Sommer muss Frau nur noch den passenden Schuh dazu kombinieren und fertig ist das Outfit. Und ein solches Outfit hast auch du vielleicht bald im Kleiderschrank!
Interview und Gewinnspiel: „1 Schnitt – 10 Kleider“ von Laura Hertel

Verlosung:
Passend zum lässigen Modell „Pullikleid Ellie“ aus dem Buch, haben wir ein Paket aus Stoff, Garn und dem Buch zusammengestellt. So kannst du mit dem Gewinn dieser Verlosung gleich loslegen und das Kleid aus Viskosejersey nachnähen!

Um mitzumachen und eins der fünf Pakete zu gewinnen, musst du einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen.

Wir wollen wissen: Hast du schon ein Kleid genäht? Oder bist du totale Nähanfängerin, würdest dich aber gerne mal an ein Kleid wagen?

Bis zum 24.04.2016 23:59 Uhr kannst du an unserem Gewinnspiel teilnehmen!

Bitte beachte, dass dein Kommentar erst nach einer Freischaltung angezeigt wird. Die Freischaltung erfolgt meist innerhalb einer Stunde.

Der Preis wird am Montag, den 25.04.2016, ausgelost und die fünf Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Viel Glück!

Teilnahmebedingungen:
Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel erkennt jeder Teilnehmer die nachfolgenden Teilnahmebedingungen an: Das Gewinnspiel ist kostenlos. Jeder Teilnehmer kann nur in eigenem Namen teilnehmen und erhält lediglich nur eine Gewinnmöglichkeit. Die Barauszahlung eines Gewinns sowie ein Umtausch dessen sind ausgeschlossen. Darüber hinaus ist der Gewinn nicht übertragbar. Eine Gewinnauslosung unter allen korrekten Einsendungen findet im Rahmen eines Losverfahrens mithilfe eines Zufallsgenerators statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der ausgeloste Teilnehmer wird per E-Mail benachrichtigt. Die weiteren Formalitäten der Übergabe des Hauptgewinns werden nach der Verlosung individuell mit dem ermittelten Gewinner vereinbart. Alle eventuell anfallenden (Folge-) Kosten, die bei und/oder durch die Nutzung des Gewinns entstehen, wie zum Beispiel zusätzliche Versandkosten, trägt ausschließlich der Gewinner. Es besteht kein Anspruch auf Geltendmachung gegenüber dem Ausrichter der Verlosung.

Interview – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Florian Lange ist in der Vintageszene bekannt wie ein bunter Hund. Seit er 2003 bei einer Musicalproduktion mitgemacht hat, in der Kostüm, Kulissen und Requisiten dem Stil der 50 er Jahre entsprachen, war seine Leidenschaft für den Rock‘n Roll Stil geweckt.

Seit mittlerweile zwei Jahren verkauft der 24-Jährige aus Brandenburg an der Havel seine selbst designten und von ihm handgefertigten Petticoatkleider auf seiner eigenen Webseite. Das Modelabel HerrSchneider steht für klassische Damenmode der Wirtschaftswunderzeit mit einem Hauch von Rockabilly. Elegant, feminin und vor allem schmeichelnd für jede Frau sind die handgenähten Petticoat-Kleider, Blusen und Röcke. Interview  – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt  – Wer näht  am besten?“ 2014 entdeckte Florian beim Surfen im Internet den Castingaufruf für die Produktion einer Nähsendung und dachte sich „Das könnte interessant sein!“. Also bewarb er sich, wurde zum Casting eingeladen und ein paar Monate später stand er dann in der liebevoll eingerichteten Kulisse im Atelier von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“.

Zusammen mit den sieben anderen Kandidaten aus ganz Deutschland durfte er den Gastgeber und Juror Guido Maria Kretschmer und die Jurorinnen Inge Szoltysik-Sparrer und Anke Müller kennenlernen. Nach den Dreharbeiten dauerte es noch ein paar Monate bis zur Ausstrahlung und Florian fiel es schwer, das alles für sich zu behalten – nun wird die Sendung endlich ausgestrahlt und er kann jedem von seinen Erfahrungen erzählen.
Also telefonierten wir mit dem jungen Designer und stellten ihm ein paar Fragen zu den Dreharbeiten und seinem Modelabel.

Mit diesem zweiten Interview bekommt ihr nun einen weiteren Blick hinter die Kulissen der Sendung „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, die auch heute wieder um 20:15 Uhr bei VOX läuft.

Hallo Florian, schön, dass ich dich telefonisch erreiche. Wir sind gespannt, was du während der Dreharbeiten zu „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ erlebt hast. Erzähl doch mal, wie bist du eigentlich zum Nähen gekommen?
Richtig mit dem Nähen habe ich 2010 angefangen, denn da habe ich meine erste eigene Nähmaschine gekauft. Vorher habe ich immer schon mal heimlich auf der Nähmaschine meiner Mutter genäht, weil ich ihr oft beim Nähen über die Schulter geguckt habe und das Nähen faszinierend fand. Dann machte ich bei der Musicalproduktion von „Mit Rock´n Roll und Petticoat“ mit und fand Gefallen an den Kostümen und den Looks der damaligen Zeit. Ich gründete kurz darauf eine eigene Tanzgruppe und natürlich benötigten wir dafür Kostüme. Also kaufte ich Stoffe und legte einfach los! Nahtzugabe und Vorwaschen, das waren beides Dinge, die mir fremd waren. Natürlich passten die ersten Kostüme meinen Tanzfreundinnen dann nur mit ordentlich Bauch einziehen, aber sie waren selbst genäht und ich war mächtig stolz auf meine Werke. Seitdem habe ich mir natürlich immer mehr Wissen autodidaktisch angeeignet, oder es einfach so lange probiert, bis das entstand, was ich in meinem Kopf hatte.

Und womit nähst du hauptsächlich?
Mittlerweile habe ich mehrere Nähmaschinen in meinem Atelier. Von der normalen Haushaltsnähmaschine , einer Pfaff Hobbylock, über eine Overlock und Coverlock, sowie eine alte Viktoria aus den sechziger Jahren, ist alles dabei, was mein Schneiderherz höher schlagen lässt. In der Sendung haben wir computergestützte Maschinen benutzt, da musste ich mich erst mal mit vertraut machen. Die Maschine hatte so viele Funktionen und Knöpfe, das war ich von meinen Maschinen nicht gewohnt. Die Vintagekleidung, die ich nähe, kommt mit zwei Stichprogrammen aus: Geradstich und Zickzackstich, mehr gab es in den Sechzigern nicht und mehr brauche ich auch heute eigentlich nicht, wenn ich nähe. Wobei ich mich doch schon sehr über die heutigen Overlockmaschinen freue, denn damit kann man die Kanten viel besser und schneller versäubern, als mit einem Zickzackstich. Gerade bei Tellerröcken, wo viel Saum versäubert werden muss, nutze ich die Maschine gern.

Interview  – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt  – Wer näht  am besten?“ Hast du in der Sendung immer die sichere Bank gewählt, oder bist du auch mal aus deiner Komfortzone herausgetreten?
Meine Kollektionen basieren meist auf dem Grundschnitt für ein Fünfziger Jahre Kleid, den ich von meiner Oma bekommen habe. Sie war selbst gelernte Schneiderin, und vielleicht habe ich da auch etwas von ihrem Talent in meinen Genen. Meist verwende ich dafür Baumwollstoffe, da sich diese leicht zuschneiden und gut verarbeiten lassen. Doch in der Sendung war ich von der großen Auswahl in unserer Stoffrequisite so begeistert, dass ich mich auch an andere Materialien gewagt habe. So vernähte ich auch mal einen Polyestersatin oder flutschige Viskose – meist jedoch fand man mich bei der Stoffauswahl in der Baumwollecke.

Was für eine Technik hast du gelernt, die du vorher noch nicht kanntest?
Gleich in der ersten Sendung wurde ich sehr gefordert, denn es galt einen Bleistiftrock mit Formbund zu nähen. Das hatte ich noch nie gemacht, denn ich nähe ja meist Kleider, und da brauche ich keinen Formbund. Auch das Befolgen der Anleitung hat mir nur bedingt geholfen, denn normalerweise lese ich keine Anleitungen, sondern nehme einfach einen Schnitt und probiere dann so lange, bis es klappt. Viele Anleitungen verstehe ich auch einfach nicht, denn sie nutzen so viele Fachwörter, die ich erst nach und nach dazu lerne.

Und wie haben sich die Dreharbeiten nun auf dein Nähen ausgewirkt?
Nach den Dreharbeiten bin ich beim Nähen schon etwas schneller als vorher. Und ich habe viel gelernt, über verschiedene Techniken und Materialien. Ich würde sagen, dass ich etwas „konformer“ nähe und viele Techniken nun einfach drin habe und nicht mehr lange überlegen muss, wenn ich etwas zusammennähe.
Wenn die Jury etwas kritisiert hat, dann war das immer konstruktive Kritik und ich konnte einsehen, warum sie ihre Meinung so begründen. Die Jury war schon streng, aber nie gemein. Und den Worten von Inge muss man einfach auch vertrauen, denn die kann es einfach - sie ist so top ausgebildet! Und sie weiß aber auch genau, wie sie einem Laien wie mir die Technik erklären muss. Das war schon sehr lehrreich, wenn sie ein Kleidungsstück von mir bewertet hat. Interview  – mit Florian, dem Kandidaten aus Brandenburg von „Geschickt eingefädelt  – Wer näht  am besten?“ Und der Rest der Jury? Wie hast du Anke und Guido erlebt?
Anke ist eine sehr süße Person, so kreativ und unterhaltsam. Ein echtes Multitalent, denn sie näht ja nicht nur, sondern entwirft auch Stoffdesigns. Es war sehr interessant, sich mit ihr auch außerhalb der Dreharbeiten zu unterhalten. Die gesamte Jury war immer während der Dreharbeiten vor Ort und ich hatte das Gefühl, dass sie immer wussten, wenn ich etwas Aufmunterung brauchte oder einen Tipp benötigte.
Guido ist einfach Guido. So freundlich und immer interessiert daran, was wir machen und wie wir es machen. Wie er schon in der Sendung sagte, er hat auch von uns etwas gelernt, denn wir Hobbyschneider gehen ja nicht immer nach Lehrbuch vor – besonders ich nicht!

Du arbeitest ja gerade selbst an einer neuen Kollektion. Was dürfen wir da erwarten?
Mein erstes Konzept habe ich gerade komplett neu überdacht. Gerade interessieren mich Gegensätze und so will ich klassische Petticoatkleider aus zarten Pastellfarben mit Detail aus schwarzer Spitze und Lack brechen. Etwas außerhalb des gewohnten Looks von mir!

Vielen Dank an Florian für das Interview!

Wer nun wissen will, wie weit es Florian noch in der Sendung schafft, der sollte heute Abend wieder Vox einschalten.
„Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, läuft immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX. Florian präsentiert seine genähten Werke immer wieder auf seiner Facebookseite und auch auf Instagram könnt ihr dem Jungdesigner folgen.

Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

In der Blog-Welt ist Meike Rensch-Bergner keine Unbekannte. Seit 2010 schreibt sie auf crafteln.de über das Nähen und ihre Entwicklung zur fortgeschrittenen Hobbyschneiderin. Meike versteht es, ihre Nähgeschichte in Worte zu fassen und ihre Blogleser mit einzubinden - da entstehen interessante Diskussionen in ihren Kommentaren, und auch Meike lernt ständig dazu, wenn sie Tipps von ihren Lesern bekommt.
Mittlerweile gibt es Meikes Worte auch in Buchform, denn die quirlige Frohnatur hat ihre Gedanken in „Nählust statt Shoppingfrust: Selber nähen macht glücklich!“ niedergeschrieben – ein Muss für jeden, der schon ihr erstes Buch das „Uschi-Prinzip“ mit Interesse gelesen hat.
Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

2014 entdeckte sie den Castingaufruf von VOX für eine neue Nähsendung nach dem Vorbild der britischen Sendung „The Great British Sewing Bee“. Diese News kursierte natürlich auch in der Bloggerszene und für Meike war sofort klar: „ Da will ich mitmachen!“. Und tatsächlich stand sie dann Anfang 2015 mit sieben anderen Kandidaten vor der Kamera und durfte den Gastgeber und Juror Guido Maria Kretschmer und die Jurorinnen Inge Szoltysik-Sparrer und Anke Müller kennenlernen. Aufregende Drehtage und die Spannung, was wohl vom gefilmten alles ausgestrahlt wird, bestimmten das Jahr 2015 für die fröhliche Meike aus Hamburg.

Es lag also nah, dass wir von stoffe.de die Hamburgerin zu uns eingeladen und mit ein paar Fragen rund um die Sendung gelöchert haben, denn: Jeder möchte doch wissen, wie der Guido so in Wirklichkeit ist und was Meike bei der Produktion alles erlebt hat!

Das und noch viel mehr hat uns Meike im Interview verraten! Hier bekommt ihr nun einen Blick hinter die Kulissen des Nähwettbewerbs „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, der ab dem 3. November immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX läuft.

Hallo Meike, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst und uns hier in Schenefeld besuchst. Wir sind gespannt, was Du während der Dreharbeiten zu „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ erlebt hast. Erzähl doch mal, wie lief denn eigentlich das Casting, und warum hast Du Dich angemeldet?
Zum Casting bin ich nach Berlin gefahren. Im Nähkontor, einem Geschäft einer Bloggerfreundin, fand das offene Casting statt. Wir mussten unter einer Zeitvorgabe einen Rock nähen und wurden dabei gefilmt. Zum Glück nähe ich viele Röcke, daher war die Aufgabe nicht die schwierigste. Eine andere Bloggerin war auch mit dabei und so hatte das Casting eher etwas von einem Nähkränzchen, als dass es wirklich wie ein Wettbewerb war. Ich habe dort gar nicht viel auf die anderen Kandidaten geachtet.

Angemeldet habe ich mich aus einem Herzensgrund: Ich möchte allen Frauen da draußen zeigen, dass Nähen einen Befreiung sein kann! Diese Leidenschaft macht nicht nur Freude über fertige Nähprojekte. Insbesondere das Bekleidungsnähen macht selbstbewusster und führt dazu, dass man sich und seinen Körper schätzen lernt. Niemand hat die Standardmaße, die ein Modell oder eine Schaufensterpuppe haben, doch wenn wir nähen, dann können wir unsere Kleidung auf unseren Körper anpassen, das betonen, was wir betonen wollen und das kaschieren, was uns nicht so gefällt. Für mich ist das Nähen manifestierte Liebe zu mir selbst, denn ich wende Zeit auf, die ich nur für mich nutze. Und genau das möchte ich in der Sendung rüberbringen – Nähen ist nicht nur nützlich, sondern hat auch Effekte auf das Gemüt.

Wie lief ein durchschnittlicher Drehtag ab?
Die Drehtage waren lange Tage, das war schon anders, als wenn ich zuhause mal nur ein Stündchen nähe. Die Kameras zeichneten alles auf, was während der Nähzeit so passierte, dann gab es natürlich noch die Vorstellungen der Projekte und die Entscheidungen, die die Jury treffen musste. Für das Nähen hatten wir immer Zeitvorgaben, die eingehalten werden mussten.

Wie hat sich das Nähen während der Dreharbeiten vom Nähen zuhause unterschieden?
Erst mal habe ich zuhause keinen festen Nähplatz. Ich nähe am Esstisch und muss dann alles auf- und abbauen. Auch das Bügelbrett steht bei mir nicht ständig betriebsbereit in der Nähe der Nähmaschine. Im Sommer nähe ich gerne draußen auf dem Balkon, weil ich da meinen Mann und mein Kind nicht störe – nur nach 9 Uhr wird das dann meist nichts mehr, da ich die Nachbarn nicht über Gebühr stören möchte.

Bei den Dreharbeiten hatte jeder Kandidat einen eigenen Arbeitsplatz mit zwei Maschinen, einem eigenen Bügelbrett und allem an Zubehör, was man sich so wünschen kann. Zu meinem Geburtstag gab es daraufhin nur einen Wunsch: eine Bügelstation. Diese bekam ich auch netterweise von meiner Familie geschenkt und bin ganz begeistert von dem Ding. Nur Bügelei und Bügelbock mussten wir Kandidaten uns teilen – das wird man während der Sendung vielleicht manchmal sehen, denn ich hatte den längsten Weg zum Bügelbock, und da wir unter Zeitvorgaben nähten, legte ich doch öfter mal einen Sprint ein.
Somit war das Nähen während der Dreharbeiten auf jeden Fall effektiver als zuhause. Jedoch lege ich zuhause auch mal ein Teil zur Seite und nähe erst zwei Tage später weiter, wenn ich Lust habe. Das ging während der Dreharbeiten natürlich nicht. So etwas setzt mich dann manchmal unter Druck, und wenn ich gestresst bin, dann kommen mir auch schon mal die Tränen – die aber auch schnell wieder trocknen. Zuhause heule ich also nicht ständig beim Nähen (lacht).

Welche Aufgabe hat dich am meisten gefordert?
Definitiv die Kreativaufgaben. Ich hatte mich gut vorbereitet und geübt, Reißverschlüsse einzunähen, Säume zu nähen und verschiedene Materialien kennenzulernen. Doch als es dann an die erste Kreativaufgabe ging und wir etwas an einer Puppe drapieren mussten, fiel mir auf „Oh, das habe ich überhaupt nicht geübt!“. Ich nähe ja eigentlich immer für mich und habe auch zuhause keine Schneiderpuppe mit meinen Maßen. Ich nähe nach Schnittmuster und mache die Anpassungen dann an meinem eigenen Körper. Das Drapieren habe ich dann während der Sendung gelernt, aber genau so funktioniert nähen: Man lernt es, in dem man einfach etwas ausprobiert.

Nähst du jetzt nach den Dreharbeiten anders?
Ganz klar, ja: Wenn einem einmal von der Schneidermeisterin und Bundesvorsitzenden des Maßschneiderhandwerks Inge Szoltysik-Sparrer beim Nähen auf die Finger geguckt wurde, dann kann man gar nicht mehr anders als sehr, sehr sorgfältig nähen. Jetzt kann ich nicht mehr, wie ich es vorher manchmal gemacht habe, auch mal unordentlich nähen und sagen „Das lasse ich jetzt so!“. Ich bin also seit der Sendung auf jeden Fall effektiver und genauer beim Nähen und habe dafür tolle Tipps von Inge erhalten.
Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

Mir wird immer im Gedächtnis bleiben, wie wir in einer Drehpause gemeinsam in der Garderobe saßen und uns Inge zeigte, wie man einen handrollierten Saum anfertigt. Auch von den anderen Kandidaten habe ich so Einiges über das Nähen gelernt, denn uns verbindet alle die gemeinsame Leidenschaft für das Nähen. So saßen wir auch zwischen den Drehabschnitten eigentlich immer zusammen und haben uns über das Nähen und verschiedene Techniken unterhalten. Von Florian habe ich eine Technik zum Faltenlegen gelernt, die ich noch nicht kannte, und die ich auf jeden Fall mal ausprobieren werde.

Die Dreharbeiten liegen eine Weile zurück. War es schwer, das alles für dich zu behalten?
Auf jeden Fall! Ich kommuniziere gerne und viel über Twitter mit meinen Nähfreundinnen aus ganz Deutschland und habe auch in der Zwischenzeit vor den Dreharbeiten und danach viele getroffen, musste mich aber immer etwas bedeckt halten. Das ist schon schwer für mich! Aber jetzt, wo die Sendung ausgestrahlt wird, kann ich endlich auch über das, was ich erlebt habe, bloggen und freue mich, die anderen Nähbegeisterten auf diesem Weg „mit hinter die Kulissen zu nehmen“.
Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

Und jetzt nochmal für alle Neugierigen: Wie ist denn der Guido so?
Guido Maria Kretschmer ist ein Charakter und genau so, wie man ihn im Fernsehen erlebt, ist er auch. Sein Humor, seine Leidenschaft für das Nähen, schöne Stoffe und das Einkleiden von Frauen, das ist 100 % Guido. Es war toll, ihn mal persönlich kennenzulernen!

Vielen Dank an Meike für das Interview!

Wer noch mehr zur Sendung „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, die ab dem 3.11. immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX läuft, wissen möchte, dem empfehlen wir Meikes Blogbeiträge auf crafteln.de, und auch auf Twitter oder Facebook könnt ihr der Hamburgerin folgen.

Interview mit der Designerin Malene Brøchner von Best Behavior

Kennt ihr schon das dänische Label best behavior? Wir haben einer der beiden Designerinnen und Labelgründer Malene Brøchner ein paar Fragen gestellt und stellen euch heute das Label vor.

Interview mit der Designerin Malene Brøchner von Best Behavior Bitte stelle das Label best behavior vor: Wer hat das Label gegründet, wie lange gibt es euch schon und was war der Grund, warum ihr das Label gegründet habt?
Best Behavior wurde vor 15 Jahren von meiner Partnerin und gleichzeitig besten Freundin Marie Ørberg und mir Malene Brøchner gegründet. Wir hatten schon immer eine Leidenschaft für das Gestalten von Bekleidung und sind seit dem 12. Lebensjahr befreundet. Wir wollten immer zusammen kreativ sein und zusammen arbeiten und als wir beide noch zur Schule gingen, haben wir dann Best Behavior gegründet. Es war eine ganz einfache Entscheidung für uns. Am Anfang haben wir alles selbst genäht, aber dann schnell festgestellt, dass wir eine richtige Produktion brauchen, wenn wir die Stücke in verschiedenen Shops anbieten wollen. Also haben wir das nach unserem Designabschluss organisiert.

Nachdem wir das Label 12 Jahre lang betrieben haben, beschlossen wir eine Auszeit zu nehmen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir sieben Handelsvertreter überall in der Welt, drei Angestellte und viel Verantwortung und Druck auf den Schultern. Marie hatte gerade ihr erstes Kind bekommen und wir mussten die Firma etwas umstrukturieren. Wir wollten alles etwas langsamer angehen lassen, denn die Arbeit wurde zu viel und zu viel Stress. Also haben wir eine zweijährige Pause eingelegt und nachdem wir unsere Energie wiedergefunden hatten, entschlossen wir uns in die Modewelt zurückzukehren, mit dem Designen von Kinderkleidung unser Angebot zu erweitern und eine neue Partneri, Lili Denta, mit an Bord zu holen. Wir haben angefangen online zu verkaufen und zudem bei unseren eigenen pop-up Events in Kopenhagen und anderen Designermärkten unsere Kleidung anzubieten. Nun haben wir alle direkten Kontakt zu unseren Kunden und das lieben wir! Wir können uns auf das Design und die Entwicklung fokussieren, anstatt eine große Firma zu leiten.

Was ist das grundsätzliche Haupt-Design Konzept von best behavior?
Für uns steht die Bequemlichkeit an erster Stelle. Unsere Passform ist meist übergroß und baggy - aber immer feminin. Die Leuten müssen sich wohlfühlen in dem, was sie tragen. Dann kommen die Designelemente - assymetrische Schnittlinien, hübsche Farben und funky Prints. Ich denke, dass wir sehr stark in der Passform und den Drucken sind. Früher haben wir Kollektionen mit 60 bis 70 Styles pro Saison gemacht. Jetzt machen wir nur noch unsere "Bestseller" - wir fokussieren uns auf das, von dem wir wissen, dass es unseren Kunden gefällt. Unsere Modekonzept verändert sich nicht von Saison zu Saison. Unser Stil ist nachhaltiger und wir versuchen Unikate zu schaffen.

Dasselbe gilt für die Kindermode. Wir versuchen sie so oft wie möglich unisex zu gestalten und wir halten nicht viel von der Devise "Pink ist für Mädchen, Blau ist für Jungs". Das kann ein Vorteil sein aber manchmal ist es auch eine Herausforderung.

Ein paar Stoffe, die den Look von best behavior aufgreifen, findet ihr natürlich bei stoffe.de
Sweatshirt Glatt 4Free Spirit – Jersey Cracking Codes 3Soft Sweat Little Star 9
Was macht mehr Spaß? Das Designen von Damenbekleidung oder Kinderbekleidung?
Wir lieben beides gleichermaßen! Es ist toll für uns, dass wir so viele Stoffe, Drucke und Farben sowohl für die Erwachsenenmode als auch für die Kindermode nutzen können. Ich liebe es, dass man den Best Behavior Stile jetzt auch in der Kindermode sieht. Es war für uns ganz natürlich mit der Kindermode und den Accesoires zu beginnen. Kindermode ist so süß, denn alles is so klein und eine Miniaturausgabe der großen Modelle!

Wie geht ihr an ein neus Design heran? Woher kommt die Inspiration?
Unsere Inspiration kommt oft von unseren früheren Designs, die wir neu beleben. Wir nehmen einen vorhandenen Druck und überlegen "Wie können wir das noch besser machen?". Wir versuchen oft über die Bedürfnisse der Kunden nachzudenken. Zum Beispiel, wie können wir etwas zum Schlafen für ein Baby bequemer machen und so entwickelten wir den Schlafrock. Oder, wie können wir wir ein tolles Top gestalten, dass auch Muttis, die Stillen, tragen können und so kamen wir zum Design des Shirts Molly - und das kann auch immer von Nichtmuttis getragen werden. Für die Drucke bekommen wir auch oft Inspiration von Kinderzeichnungen oder befreundeten Künstlern.

Eins der beliebtesten Modelle für Kinder von best behavior bieten wir euch auch als Nähpaket an. Die Cosy Pants gibt es in drei Varianten und ihr könnt sie hier als Nähpaket kaufen!
Nähpaket Cosy pants blauNähpaket Cosy pants grauNähpaket Cosy pants orange
Wieviele Kollektionen gestaltet ihr pro Jahr? Sind diese für die jeweilige Saison oder jahresübergeifend?
Wir folgen nicht mehr der (stressigen) Modeindustrie, die zwei Kollektionen pro Jahr, Handelsvertreter und Modenschauen, Messen etc. vorschreibt . Wir konzentrieren uns auf die Basics - und designen nur wann und was wir wollen. Wir fokussieren uns auf unser Kernprodukt und das ist das Kreieren von starker, coller und besonderer Designerkleidung und Accessoires. Mitterweile für Frauen UND Kinder von 0-6 Jahren. Wenn eine Stilrichtung "funktioniert", warum sollte man ihn dann nicht wiederholen? Wir finden, dass die Industrie sich so schnell verändert, dass der Endkunde manachmal länger als eine Saison braucht, um neue Designs zu entdecken. Das ist der Grund, warum wir mit den zwei Kollektionen pro Jahr aufhörten und nun versuchen, das zu machen, wo wir wissen, dass unsere Kunden es lieben werden!

Wir danken Malene für das Interview!

Interview: Die Gewinnerin der Kategorie „Best Dress“ bei dem Cosplaywettbewerb der Gamescom 2015

Vom 5. bis 9. August 2015 fand dieses Jahr die Messe Gamescom in Köln statt. Neben den Vorstellungen der neuesten Produkte aus dem Gamesbereich, findet dort auch jedes Jahr die Cosplayszene ihren Platz. Im „gamescom cosplay village“ gab es dieses Mal neben dem cosplay contest powered by Defcon Unlimited viele weitere Veranstaltungen wie die cosplay schmiede, eine Foto- und Spieleecke oder den Zeichnergarten!
stoffe.de war einer der Sponsoren beim cosplay contest und sponserte den ersten Platz in der Kategorie "Best Dress".
Die Gewinnerin Marie-Luise war so nett und stand uns für ein Interview zur Verfügung.
Interview: Die Gewinnerin der Kategorie

Andreas Krupa @EosAndy

Stelle dich kurz vor: Wie heißt du, wie alt bist, woher kommst du, wie lange machst du schon Cosplay und was fasziniert dich am Cosplay?
Hallo, ich bin die Marie-Luise oder auch Mary. Ich bin 23 und wohne aktuell in Berlin, bin aber auch häufig in meiner Heimat Leipzig anzutreffen. Cosplay habe ich etwa 2005 entdeckt. Damals war ich auf der Leipziger Buchmesse und habe diese verkleideten Menschen zum ersten Mal gesehen. Zwei Jahre darauf, 2007, habe ich dann zusammen mit meiner besten Freundin zum ersten Mal Stoff gekauft und diesen dann Mama zum Nähen vorgelegt. 😉

Die Möglichkeiten neue Materialien und seine eigenen Fähigkeiten auszutesten und einfach mal jemand anderes zu sein... Das sind eigentlich so meine liebsten Faktoren am Cosplay. Nicht, dass ich mich und meine Person nicht mag, nein. Aber eine Heldin aus einem Videospiel oder eine Exorzistin aus einem Manga zu sein macht auch eine Menge Spaß! Die Herausforderung an allem macht den Reiz aus!

Welche Figur hast du für den Cosplay Contest auf der Gamescom 2015 ausgewählt und warum?
Ich hatte mich für Leliana entschieden, die Meisterspionin aus dem Videospiel Dragon Age: Inquisition aus dem Jahr 2014. Leliana, oder auch Schwester Nightingale, war zu Beginn der Spielereihe eigentlich gar nicht meine Favoritin. Am Anfang war sie naiv und hat dem Helden viele Lügen über ihr Leben erzählt. Im Verlauf der weiteren Geschichte nimmt Leliana allerdings ihre Rolle als Spionin auf und tritt im aktuellen Teil als Beraterin und Meisterspionin an die Seite des Inquisitors. Dabei haben mir neben ihrem raffinierten Outfit auch ihr wesentlich erwachsenerer Charakter und ihre amüsierten sarkastischen Sprüche sehr gut gefallen. Außerdem zählt die Dragon Age-Reihe zu meinen liebsten Spielen.

Wie lange hast du an der Umsetzung des Kostüms gearbeitet?
Da ich es mir für dieses Kostüm in den Sinn gesetzt hatte, echte Ketten zu nutzen, habe ich bereits kurz nach der Buchmesse im März mit den Vorbereitungen begonnen. Hinzu kam, dass mir die Stoffwahl nicht so leicht fiel... Ich bin da sehr perfektionistisch, was die richtigen Stoffe angeht und deswegen bin ich Endeffekt bis ca. 2Wochen vor der gamescom immer noch den richtigen Stoffen hintergerannt (Da natürlich auch nachher der Stoffhändler meines Vertrauens Versandprobleme hatte...). Der Nähpart ging mir nachher jedoch am schnellsten von der Hand. Zusammengefasst eine Woche zum Nähen und, auch weil ich es unterschätzt habe, eine lange Woche für die gesamten restlichen Kettenringe, die ich bis dato nicht geschafft hatte. Von denen sind übrigens über 6000 in dem Kostüm verarbeitet.

Welche Materialien hast du bei dem Kostüm verwendet?
Neben den oben genannten 5Kilo Kettenringen... Einen schönen gewaschenen Jeansstoff für das 'Kleid' auf dem die Ketten liegen. Ripsband für die Kanten und Paspelband für den Kragen. Die Hose und die Ärmel sind normale Baumwolle. Die Weste ist aus einem Antik-Lederimitat, die Schultern und Hanschuhe aus einem genarbten Lederimitat. Die Kapuze war nochmal ein Akt, da sie einen guten Fall haben musste, aber auch nicht zu schwer sein sollte... Letzten Endes habe ich mich für einen beschichteten Baumwollstoff entschieden.

Nähst du dir neben den Kostümen auch "normale" Bekleidung oder andere Kleinigkeiten?
Ich studiere Modedesign und schreibe ab Oktober meinen Bachelor. So 'muss' ich mich also neben meinem schönen Hobby auch mit 'normaler' Bekleidung auseinandersetzen. Hauptsächlich fällt das allerdings auf Weihnachten, wenn man mal ein Hemd für den Papa näht, oder eine Leggings für die Mama. Accessoires wie Tücher und kleine Umhängetaschen entstehen auch hin und wieder. Aber da Cosplay an sich sehr viel Zeit frisst... Schaffe ich erstaundlich wenig für mich selbst. Und ja, ich weiß... Das sollte ich ändern. 😉

Vielen Dank an Marie-Luise für das Interview! Mehr über Mary Luck gibt es auf ihrer Facebookseite.

Interview – mit Benjamin von Lamana

Auf der h+h cologne haben wir vor zwei Jahren die Wollmarke Lamana entdeckt. Wir wollten ohnehin Wolle in das Sortiment aufnehmen, die Qualität und Farbauswahl des Produzenten aus Bielefeld überzeugte uns – und so kam es zur Zusammenarbeit. Das Sortiment an Lamana-Garnen haben wir stetig um weitere Qualitäten ergänzt und heute erzählt uns Benjamin, einer der Firmengründer, etwas über das Unternehmen, die Philosophie und die Pläne für die Zukunft.

Interview – mit Benjamin von Lamana Stelle bitte die Marke Lamana kurz vor: Was macht ihr, wie lange gibt es euch schon, und wie seid ihr auf die Idee gekommen, peruanische Wolle zu vertreiben?

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Lamana hat sich 2010 aus sehr engen familiären Bindungen und der Liebe zu Peru, einer hohen Affinität zur Mode, der Neigung für alles Zeitgenössische und der Begeisterung für die DIY- Idee entwickelt. Wir produzieren besonders hochwertige Garne und entwerfen daraus unsere moderne Strickmode.

Was hebt die peruanische Wolle von anderen Wollqualitäten ab?

Peru bietet uns als Produktionsstandort die einzigartige Möglichkeit der Kombination besonders hochwertiger regionaler Tier- und Pflanzenfasern mit erstklassiger lokaler Verarbeitung. Wir können somit die wunderbaren Fasern vom Alpaka, von peruanischen Merino-Schafen und der seidigen Pima-Baumwolle von unseren Partnerbetrieben direkt vor Ort zu Lamana-Garnen verarbeiten lassen.

Was dürfen wir in Zukunft noch an neuen Woll-Produkten von euch erwarten?

Wir entwickeln momentan mit viel Freude neue Ideen für Garne und Farben und werden für die kommende Saison auch wieder interessante Neuheiten bringen.

Interview – mit Benjamin von Lamana Interview – mit Benjamin von Lamana
Natürlich hat uns auch interessiert, wie Lamana bei der Auswahl neuer Farben und Qualitäten vorgeht und wer für die vielen kreativen Ideen verantwortlich ist.

Die Farben eurer Wolle treffen immer die aktuellen Farbtrends. Wo bekommt ihr die Inspiration für eure Farbwelten?

Vielen Dank für das nette Kompliment! Für die Farbfindung nehmen wir uns tatsächlich immer ein bisschen mehr Zeit. Als Inspirationsquellen dienen uns zum einen das aktuelle Modedesign, Messen und die großen Modenschauen, aber auch die richtige Mischung mit langlebigen Farbklassikern liegt uns sehr am Herzen.

Wer denkt sich eure kreativen Strick- und Häkelanleitungen aus?

An den Lamana-Modellen arbeitet ein produktives Team mit vielen fleißigen Händen und trägt seine Ideen dazu bei. Die kreative Entwicklung und die Direktion - also quasi „alle Fäden in der Hand“ - hat unsere Modedesignerin Petra Ennekens.

Welche Wollqualität und Farbe ist euer absoluter Kundenfavorit?

Ganz klassisch ist unser Garn Cusco aus 100 % Baby-Alpaka in der Farbe Natur ein Renner. Aber die neue Qualität Como aus 100 % Merino-Superfine holt besonders in den Melangen momentan schnell auf. Auch mit unseren neuen Farben Taubenblau und Perlgrau scheinen wir genau ins Schwarze getroffen zu haben, diese Farben werden in allen Lamana-Qualitäten gerne genommen.

Vielen Dank Benjamin für dieses nette Interview!

Genau diese Lieblingsprodukte der Lamana-Kunden haben wir auch bei stoffe.de im Sortiment. Hier haben wir eine kleine Auswahl für euch, einfach auf das Bild klicken und ihr kommt direkt zum Artikel.
Lamana – Como (0036) Lamana - Cusco (0000) Lamana – Como (0037)

Im Interview: Melinda „Griichi“ und Dorothea „Gouky“, die „Deutschen Cosplaymeister 2014“

Im Interview: Melinda

© Daniel "FREAKed" Schauer

Dieses Jahr haben wir nicht nur das deutsche Team der Peilosistas unterstützt, die beim World Cosplay Summit mitgemacht haben, sondern auch zwei erfolgreiche Cosplayspielerinnen, die an der Deutschen Cosplaymeisterschaft teilgenommen haben. Und sie haben nicht nur teilgenommen, sie haben sogar gewonnen! Da mussten wir sie natürlich gleich um ein Interview bitten und haben Dorothea und Melinda ein wenig über ihr Hobby ausgefrag!

Wer seid ihr und wie lange beschäftigt ihr euch schon mit Cosplay?
Hallo!
Wir sind Melinda und Dorothea, seit 5 bzw. 6 Jahren Cosplayer aus Leidenschaft, absolute Musical- und Filmfans, Langschläfer und grundsätzlich „Kostüme-auf-den-letzten-Drücker-Fertigsteller“. Seit 2012 nehmen wir zu zweit an Cosplay-Wettbewerben teil, und versuchen uns dabei Kostüm-wie Auftrittstechnisch ständig neuen Herausforderungen zu stellen. Im „wahren Leben“ studiert Melinda Sinologie und Pädagogik und Dorothea arbeitet als Schneiderin an einem Theater.
Im Interview: Melinda

© Daniel "FREAKed" Schauer

Welche Charaktere habt ihr bei der Deutschen Cosplaymeisterschaft dargestellt?
Für den Vorentscheid auf dem Cosday in Frankfurt am Main hatten wir uns für die zwei Hauptcharaktere aus unserem Lieblingsanime „Lovely Complex“ entschieden – Otani Atsushi und Koizumi Risa. Im Finale auf der Frankfurter Buchmesse haben wir uns einen großen Wunschtraum erfüllt und Alfred und Professor Abronsius aus dem Musical „Tanz der Vampire“ in die Tat umgesetzt.

Habt ihr Schnittmuster verwendet, oder alle Schnitte selbst erstellt?
Teils teils! Die Grundlage für Alfreds Hemd und Sakko waren Burda-Schnittmuster wurden aber fast vollständig abgeändert, der Hosenschnitt wiederum ist selbstgemacht, für die Hosenträger und die Schleifen gab es nicht mal eines. Bei Abronius sah es ähnlich aus, die Grundschnitte für Hemd, Hose und Weste hatte Dorothea noch aus ihrer Lehrzeit, bei der Anpassung an die Vorlage aus dem Musical wurden sie allerdings fast völlig neu gezeichnet. Der Schnitt für den Gehrock war ursprünglich mal ein Frackschnitt, die Schnitte für die Gamaschen wurden selbst erstellt.

Welche Stoffe haben euch bei der Verarbeitung am meisten gefallen?
Der bordeauxrote Samt Stretch war einfach der Wahnsinn! Vor dem Samt-Sakko hatte uns im Vorfeld am meisten gegraut, aber der Stoff hat absolut keine Probleme gemacht, und ließ sich selbst mit einer kleinen Haushaltsnähmaschine problemlos verarbeiten. Ebenso der sandfarbene Stretch Jeans! Obwohl es nicht direkt auffällt ist jedes Kleidungsstück des Professors aus einem anderen Stoff in unterschiedlichen Schwarz-Nuancen gefertigt, am schönsten zu verarbeiten waren dabei das Leinen für die Weste, und die beiden Baumwollstoffe für Hose und Gehrock. Der mit Kunstleder versehene Besatz war ein bisschen knifflig, macht optisch aber einiges her! Im Interview: Melinda

Welche Erfolge konntet ihr bisher im Cosplaybereich verzeichnen?
Vom persönlichen Erfolg im Sinne von viel Spaß und Freude beim Planen, Herstellen und Tragen abgesehen, war unser erster Wettbewerbserfolg der dritte Platz beim Cosplaywettbewerb 2012 auf der Leipziger Buchmesse, den wir gemeinsam mit unserer Cosplay/Tanzgruppe zu unserer großen Überraschung erreichten. Im selben Jahr ergatterten wir uns als Duo den 2. Platz bei einem Vorentscheid für die Deutsche Cosplaymeisterschaft und zogen ins Finale ein, wo wir es auf den 8. Platz schafften. 2013 wurden wir gemeinsam mit einem guten Freund 2. Platzierte, also „Runner up“, beim deutschen Vorentscheid für das European Cosplay Gathering. Bei der 2013 als Einzelmeisterschaft statt gefundenen DCM wurde Dorothea bei einem Vorentscheid 1. und erlangte im Finale den 3. Platz. Schlussendlich 2014 qualifizierten wir uns zusammen als 3. Platzierte bei einem Vorentscheid für das Finale der deutschen Cosplaymeisterschaft und erlangten dort den Titel „Deutsche Cosplaymeister 2014“.

Wer jetzt auch Lust auf Cosplay bekommen hat, der findet in unserer Inspiration Cosplay eine große Auswahl an Standardstoffen für individuelle Kostüme.

Interview mit Anna Maria Horner

Seit kurzem bieten wir euch die wunderschönen Baumwollstoffe der beiden Free Spirit Designer Joel Dewberry und Anna Maria Horner an. Da ihr euch bestimmt dafür interessiert, wer die Designer sind und was ihre Designs inspiriert, haben wir den beiden einige Fragen gestellt, die sie hier für euch beantwortet. Interview mit Anna Maria Horner Name: Anna Maria Horner
Geburtsdatum: 31.7.1972
Wohnort: Chicago, Illinois
Ausbildung: Bachelor in Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt auf Zeichnen von der Universität von Tennessee
Lebensphilosophie: Sei freundlich.

Wie hast du angefangen als Textildesigner zu arbeiten?
Ich wurde 2006 vom ehemaligen Leiter der Designabteilung von der Marke Free Spirit auf einer Messe in New York angesprochen, wo ich meine Arbeiten vorgestellt habe. Zu dem Zeitpunkt begann die Stoffindustrie sich zu wandeln und sich dem Zeitgeschehen anzupassen. Zudem sollten die Patchworkstoffe sich verändern und etwas mehr als die traditionellen Muster anbieten.

Beschreibe einen typischen Tag bei der Arbeit in deinem Studio
Ich gehe in mein Studio nachdem die Kinder sich auf den Weg zur Schule und mein Mann auf den Weg zur Arbeit gemacht hat. Dann fange ich den Tag an indem ich meine E-Mails checke und einen Kaffee trinke. Wenn meine Assistenten dann im Studio sind, gehen wir den Plan für den Tag und die Pläne für die kommenden Wochen durch, denn jede Woche gibt es etwas Neues zu tun. Wenn ich gerade dabei bin Stoffe zu designen, verbringe ich viel Zeit an meinem Zeichenbrett und damit die Designs am Computer zu digitalisieren. Zudem entwerfe und schreibe ich Schnitt- und Stickmuster, sodass ich auch einen großen Teil meiner Zeit damit verbringe Bilder zu bearbeiten und Texte sowie Schnittmuster für die Veröffentlichung vorbereite. Ein Auge auf die Social Media Kanäle zu werfen und unsere Workshops zu planen, nimmt auch einige Arbeitszeit in Anspruch in der wir Fotografieren und das Marketing mit meinem Team und dem Unternehmen Free Spirit absprechen. Ich bin also nicht sicher, ob es so etwas wie einen typischen Tag gibt... sie sind alle etwas unterschiedlich :).

Was ist dein meistbenutztes Arbeitsgerät?
Meine rechte Hand und ein Stift.

Wie beeinflusst dein privater Charakter deine Designs? Gehört beides zusammen?
Ich denke, dass Leute die mich gut kennen, sagen würden, dass meine Entwürfe sehr wie mein Charakter sind. Es ist immer etwas schwer sich selbst zu beschreiben, aber ich denke von mir gerne, dass ich freundlich bin, umgänglich und energievoll… und ich denke, dass die Drucke das auch ganz gut ausdrücken.

Was war dein erster Erfolgsmoment als Textildesigner?
Das berauchschenste Gefühl, das ich erleben durfte, war es als die ersten Coupons von meiner allerersten Stoffkollektion ankamen und ich mit den Händen den glatten und wunderschönen, farbenprächtigen Baumwollstoff anfassen konnte. Es war bedeutend und auch etwas überwältigend, als ich dann entscheiden musste, was ich zuerst daraus nähe. Was sich wie der erste wirkliche Erfolgsmoment anfühlte, war es, als ich meinen Stoff an einer mir unbekannten Person auf der Straße wiedererkannte.

Vielen Dank an Anna Maria für das Interview!

Wollt ihr euch noch mehr über Joel Dewberry und Anna Maria Horner informieren? Dann schaut euch doch auch die Websites der beiden an, wo ihr noch mehr über die Textildesigner erfahren könnt.

Interview mit Amy Butler

Seit einiger Zeit bieten wir euch nun die wunderschönen Baumwollstoffe der beiden Rowan Designer Amy Butler und Kaffe Fassett an. Wenn euch interessiert, wer die Designer sind und was ihre Designs inspiriert, haben wir den beiden einige Fragen gestellt, die sie hier für euch beantworten. Interview mit Amy Butler bei stoffe.de Name: Amy Butler
Geburtsdatum: 17. Oktober
Wohnort: Granville, Ohio, USA
Ausbildung: Bachelor vom Columbus College of Art and Design. Mein Hauptfach war Werbung mit dem Schwerpunkt Einzelhandel und einem Fokus auf Mode und Textilien.
Lebensphilosophie: Tue was du liebst und liebe, was du tust!

Wie hast du angefangen als Textildesignerin zu arbeiten?
Es war eine echte Reise! Ich habe Textil- und Modesign in der Kunsthochschule studiert und ein paar Jahre später haben mein Ehemann Dave und ich ein Designstudio mit dem Namen "Art of the Midwest" gegründet. Als wir das Studio eröffnet haben, malte ich Oberflächendesigns auf dem Küchentisch am Abend und tagsüber arbeitete ich auf einer Obstplantage. Später begann ich Illustrationen für Zeitschriften und Werbeagenturen zu zeichnen und nach ein paar Jahren begannen wir eine Zusammenarbeit mit dem "Country Living" Magazin. Dort bekam ich die Erlaubnis im Namen der Marke als Lizenznehmer Schnittmuster zu entwerfen und zu nähen. Diese wurden dann über das Magazin verkauft und die Anleitungen, die ich produzierte, begleiteten die Schnittmuster. Als die Lizenz auslief, habe ich meine Schnittmuster beim International Quilt Market ausgestellt und wurde schnell von verschiedenen Händlern und Großhändlern angesprochen. Kurz danach habe ich meine erste Stoffkollektion veröffentlicht und dann begann die wunderbare Beziehung zwischen meinen Schnittmustern, Stoffen und der Marke "Amy Butler".

Beschreibe einen typischen Tag bei der Arbeit in deinem Studio
Jeder Tag ist unterschiedlich, was mich erfreut und die Woche interessant gestaltet. Ich plane jeden Tag ein wenig Zeit ein, um zu meditieren oder Sport zu machen, bevor ich in den Tag starte. Gegen 9 Uhr begebe ich mich dann in meinen Studiobereich (in unserem Haus) und folge meinem Plan für die Woche. Dabei arbeite ich an meinen Deadlines für kreative Projekte, arbeite an Kunstwerken und kümmere mich um Social Media, Emails und andere Geschäftsdetails. Ich bemühe mich mit dem Strom zu schwimmen und mich dem zu öffnen, was der Tag so bringt. Offen für Neues zu sein bewirkt, dass die Arbeit interessant bleibt und hilft sehr kreativ zu sein.

Was ist dein meistbenutztes Arbeitsgerät?
Mein Handy.

Wie beeinflusst dein privater Charakter deine Designs? Gehört beides zusammen?
Meine Persönlichkeit drückt sich sicherlich in meinen Designs aus. Ich kreiere ausgehend von meinen persönlichen Inspirationen und Erfahrungen, die ich erlebe und ich liebe es den Prozess meiner kreativen Ideen und die Leidenschaften mit anderen durch meine Kunst und den Produkten, die ich gestalte zu teilen.

Was war dein erster Erfolgsmoment als Textildesigner? Zu sehen, wie meine Kunstwerke und Stoffe Licht und Freude zu vielen Menschen bringen.
Es berührt mich zutiefst und ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich meine Talente nutzen kann, um andere zu unterstützen. Es ist mein Traum alle Menschen zu bewegen auf ihr Herz zu hören und der Stimme des Herzens zu folgen um tiefe Freude zu finden, Spaß zu haben und zu gestalten!

Vielen Dank an Amy für das Interview!

Wollt ihr euch noch mehr über Amy Butler und Kaffe Fassett informieren? Dann schaut euch doch auch die Websites der beiden an, wo ihr noch mehr über die bekannten Textildesigner erfahren könnt.