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Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

3. November 2015
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In der Blog-Welt ist Meike Rensch-Bergner keine Unbekannte. Seit 2010 schreibt sie auf crafteln.de über das Nähen und ihre Entwicklung zur fortgeschrittenen Hobbyschneiderin. Meike versteht es, ihre Nähgeschichte in Worte zu fassen und ihre Blogleser mit einzubinden – da entstehen interessante Diskussionen in ihren Kommentaren, und auch Meike lernt ständig dazu, wenn sie Tipps von ihren Lesern bekommt.
Mittlerweile gibt es Meikes Worte auch in Buchform, denn die quirlige Frohnatur hat ihre Gedanken in „Nählust statt Shoppingfrust: Selber nähen macht glücklich!“ niedergeschrieben – ein Muss für jeden, der schon ihr erstes Buch das „Uschi-Prinzip“ mit Interesse gelesen hat.

Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

2014 entdeckte sie den Castingaufruf von VOX für eine neue Nähsendung nach dem Vorbild der britischen Sendung „The Great British Sewing Bee“. Diese News kursierte natürlich auch in der Bloggerszene und für Meike war sofort klar: „ Da will ich mitmachen!“. Und tatsächlich stand sie dann Anfang 2015 mit sieben anderen Kandidaten vor der Kamera und durfte den Gastgeber und Juror Guido Maria Kretschmer und die Jurorinnen Inge Szoltysik-Sparrer und Anke Müller kennenlernen. Aufregende Drehtage und die Spannung, was wohl vom gefilmten alles ausgestrahlt wird, bestimmten das Jahr 2015 für die fröhliche Meike aus Hamburg.

Es lag also nah, dass wir von stoffe.de die Hamburgerin zu uns eingeladen und mit ein paar Fragen rund um die Sendung gelöchert haben, denn: Jeder möchte doch wissen, wie der Guido so in Wirklichkeit ist und was Meike bei der Produktion alles erlebt hat!

Das und noch viel mehr hat uns Meike im Interview verraten! Hier bekommt ihr nun einen Blick hinter die Kulissen des Nähwettbewerbs „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, der ab dem 3. November immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX läuft.

Hallo Meike, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst und uns hier in Schenefeld besuchst. Wir sind gespannt, was Du während der Dreharbeiten zu „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“ erlebt hast. Erzähl doch mal, wie lief denn eigentlich das Casting, und warum hast Du Dich angemeldet?
Zum Casting bin ich nach Berlin gefahren. Im Nähkontor, einem Geschäft einer Bloggerfreundin, fand das offene Casting statt. Wir mussten unter einer Zeitvorgabe einen Rock nähen und wurden dabei gefilmt. Zum Glück nähe ich viele Röcke, daher war die Aufgabe nicht die schwierigste. Eine andere Bloggerin war auch mit dabei und so hatte das Casting eher etwas von einem Nähkränzchen, als dass es wirklich wie ein Wettbewerb war. Ich habe dort gar nicht viel auf die anderen Kandidaten geachtet.

Angemeldet habe ich mich aus einem Herzensgrund: Ich möchte allen Frauen da draußen zeigen, dass Nähen einen Befreiung sein kann! Diese Leidenschaft macht nicht nur Freude über fertige Nähprojekte. Insbesondere das Bekleidungsnähen macht selbstbewusster und führt dazu, dass man sich und seinen Körper schätzen lernt. Niemand hat die Standardmaße, die ein Modell oder eine Schaufensterpuppe haben, doch wenn wir nähen, dann können wir unsere Kleidung auf unseren Körper anpassen, das betonen, was wir betonen wollen und das kaschieren, was uns nicht so gefällt. Für mich ist das Nähen manifestierte Liebe zu mir selbst, denn ich wende Zeit auf, die ich nur für mich nutze. Und genau das möchte ich in der Sendung rüberbringen – Nähen ist nicht nur nützlich, sondern hat auch Effekte auf das Gemüt.

Wie lief ein durchschnittlicher Drehtag ab?
Die Drehtage waren lange Tage, das war schon anders, als wenn ich zuhause mal nur ein Stündchen nähe. Die Kameras zeichneten alles auf, was während der Nähzeit so passierte, dann gab es natürlich noch die Vorstellungen der Projekte und die Entscheidungen, die die Jury treffen musste. Für das Nähen hatten wir immer Zeitvorgaben, die eingehalten werden mussten.


Wie hat sich das Nähen während der Dreharbeiten vom Nähen zuhause unterschieden?

Erst mal habe ich zuhause keinen festen Nähplatz. Ich nähe am Esstisch und muss dann alles auf- und abbauen. Auch das Bügelbrett steht bei mir nicht ständig betriebsbereit in der Nähe der Nähmaschine. Im Sommer nähe ich gerne draußen auf dem Balkon, weil ich da meinen Mann und mein Kind nicht störe – nur nach 9 Uhr wird das dann meist nichts mehr, da ich die Nachbarn nicht über Gebühr stören möchte.

Bei den Dreharbeiten hatte jeder Kandidat einen eigenen Arbeitsplatz mit zwei Maschinen, einem eigenen Bügelbrett und allem an Zubehör, was man sich so wünschen kann. Zu meinem Geburtstag gab es daraufhin nur einen Wunsch: eine Bügelstation. Diese bekam ich auch netterweise von meiner Familie geschenkt und bin ganz begeistert von dem Ding. Nur Bügelei und Bügelbock mussten wir Kandidaten uns teilen – das wird man während der Sendung vielleicht manchmal sehen, denn ich hatte den längsten Weg zum Bügelbock, und da wir unter Zeitvorgaben nähten, legte ich doch öfter mal einen Sprint ein.
Somit war das Nähen während der Dreharbeiten auf jeden Fall effektiver als zuhause. Jedoch lege ich zuhause auch mal ein Teil zur Seite und nähe erst zwei Tage später weiter, wenn ich Lust habe. Das ging während der Dreharbeiten natürlich nicht. So etwas setzt mich dann manchmal unter Druck, und wenn ich gestresst bin, dann kommen mir auch schon mal die Tränen – die aber auch schnell wieder trocknen. Zuhause heule ich also nicht ständig beim Nähen (lacht).

Welche Aufgabe hat dich am meisten gefordert?
Definitiv die Kreativaufgaben. Ich hatte mich gut vorbereitet und geübt, Reißverschlüsse einzunähen, Säume zu nähen und verschiedene Materialien kennenzulernen. Doch als es dann an die erste Kreativaufgabe ging und wir etwas an einer Puppe drapieren mussten, fiel mir auf „Oh, das habe ich überhaupt nicht geübt!“. Ich nähe ja eigentlich immer für mich und habe auch zuhause keine Schneiderpuppe mit meinen Maßen. Ich nähe nach Schnittmuster und mache die Anpassungen dann an meinem eigenen Körper. Das Drapieren habe ich dann während der Sendung gelernt, aber genau so funktioniert nähen: Man lernt es, in dem man einfach etwas ausprobiert.

Nähst du jetzt nach den Dreharbeiten anders?
Ganz klar, ja: Wenn einem einmal von der Schneidermeisterin und Bundesvorsitzenden des Maßschneiderhandwerks Inge Szoltysik-Sparrer beim Nähen auf die Finger geguckt wurde, dann kann man gar nicht mehr anders als sehr, sehr sorgfältig nähen. Jetzt kann ich nicht mehr, wie ich es vorher manchmal gemacht habe, auch mal unordentlich nähen und sagen „Das lasse ich jetzt so!“. Ich bin also seit der Sendung auf jeden Fall effektiver und genauer beim Nähen und habe dafür tolle Tipps von Inge erhalten.

Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

Mir wird immer im Gedächtnis bleiben, wie wir in einer Drehpause gemeinsam in der Garderobe saßen und uns Inge zeigte, wie man einen handrollierten Saum anfertigt. Auch von den anderen Kandidaten habe ich so Einiges über das Nähen gelernt, denn uns verbindet alle die gemeinsame Leidenschaft für das Nähen. So saßen wir auch zwischen den Drehabschnitten eigentlich immer zusammen und haben uns über das Nähen und verschiedene Techniken unterhalten. Von Florian habe ich eine Technik zum Faltenlegen gelernt, die ich noch nicht kannte, und die ich auf jeden Fall mal ausprobieren werde.

Die Dreharbeiten liegen eine Weile zurück. War es schwer, das alles für dich zu behalten?
Auf jeden Fall! Ich kommuniziere gerne und viel über Twitter mit meinen Nähfreundinnen aus ganz Deutschland und habe auch in der Zwischenzeit vor den Dreharbeiten und danach viele getroffen, musste mich aber immer etwas bedeckt halten. Das ist schon schwer für mich! Aber jetzt, wo die Sendung ausgestrahlt wird, kann ich endlich auch über das, was ich erlebt habe, bloggen und freue mich, die anderen Nähbegeisterten auf diesem Weg „mit hinter die Kulissen zu nehmen“.

Interview – mit Meike, der Kandidatin aus Hamburg von „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“

Foto: Vox /Copyright: AndreasFriese

Und jetzt nochmal für alle Neugierigen: Wie ist denn der Guido so?
Guido Maria Kretschmer ist ein Charakter und genau so, wie man ihn im Fernsehen erlebt, ist er auch. Sein Humor, seine Leidenschaft für das Nähen, schöne Stoffe und das Einkleiden von Frauen, das ist 100 % Guido. Es war toll, ihn mal persönlich kennenzulernen!

Vielen Dank an Meike für das Interview!

Wer noch mehr zur Sendung „Geschickt eingefädelt – Wer näht am besten?“, die ab dem 3.11. immer dienstags um 20:15 Uhr bei VOX läuft, wissen möchte, dem empfehlen wir Meikes Blogbeiträge auf crafteln.de, und auch auf Twitter oder Facebook könnt ihr der Hamburgerin folgen.

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