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24. April 2018

Upcycling und nachhaltiges Nähen: 5 Tipps

5. April 2018


Nachhaltig nähen – wie geht das eigentlich? Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Schonung der Ressourcen sind Themen, die berechtigterweise immer mehr Beachtung finden. Und wir alle können unsere Welt ein bisschen sauberer und gerechter machen, indem wir Materialien bewusst einkaufen und Ressourcen z.B. durch Upcycling schonen.



Mit diesen 5 Tipps für nachhaltiges Nähen und Upcycling kannst du auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten!


1. Bio Stoffe mit GOTS-Zertifikat verwenden

Bereits bei der Stoffauswahl für dein nächstes Projekt kannst du darauf achten, dass der Herstellungsprozess nachhaltig und unter sozialer Gerechtigkeit abgelaufen ist. Achte bei deinem nächsten Einkauf auf Stoffe, die mit dem GOTS-Zertifikat ausgezeichnet sind. GOTS (Global Organic Textile Standard) ist ein international anerkannter Standard, der sich für eine umweltfreundliche  und soziale Verarbeitungskette von Textilien einsetzt. Dabei wird besonders Wert darauf gelegt, dass die Produktion nachhaltig, sozialverantwortlich und umweltfreundlich erfolgt. Dieser Standard wird durch jährliche Kontrollen gewährleistet.


Mehr Infos findest du hier: https://www.stoffe.de/gots-zertifikat.html


2. Stoffbeutel anstatt Plastiktüten

Einen Stoffbeutel zu nähen ist doch für jeden Hobbynäher eine der leichtesten Übungen! Und damit kannst du zu einer saubereren Umwelt beitragen. Denn auch wenn durch die Zahlungspflicht auf Plastiktüten in Geschäften der Verbrauch von Plastiktüten inzwischen stark gesenkt werden konnte, gibt es laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung immer noch einen pro-Kopf-Konsum von 45 Plastiktüten im Jahr.

Dagegen kannst du etwas tun! Nähe dir einfach mehrere geräumige Stoffbeutel, die du in jeder deiner Handtaschen platzierst, sodass du immer einen Beutel parat hast. Und wenn du dann doch einmal nicht genug Platz im Beutel hast, wähle am besten eine Papiertüte.


Also sag „ja“ zum Jutebeutel! Entdecke jetzt Jutestoffe  >

 



Und für alle, die partout keine Jutebeutel mögen: Eine schöne Alternative ist der Turnbeutel. Hier findest du eine kostenlose Anleitung >


3. Upcycling

Beim Upcycling hast du die Möglichkeit von einer ganz anderen Perspektive an DIY Projekte ranzugehen. Deine Basis ist ein Gegenstand, den du nicht mehr brauchst oder magst und daraus versuchst du etwas ganz Neues zu machen. Damit schonst du nicht nur dein Portemonnaie, du sparst auch Ressourcen! Lass dich beim Aufwerten von alten Kleidungsstücken und Gegenständen inspirieren! Du kannst auch versuchen alte Lieblingsstücke wieder neuen Glanz zu verleihen mit hübschen Applikationen, Knöpfen und Perlen. Wir haben da ein paar Ideen,

wie z.B. diesen Rucksack im Military-Style:

olivgrüner Rucksack mit Applikationen

Hier findest du tolle Produkte im Military-Style >

 



Oder wie gefällt dir die Jeansjacke?

Jeansjacke mit aufgestickten Perlen

Entdecke unsere Perlen und Pailletten für dein eigenes Upcycling-Projekt!

 



4. Stoffreste verwerten

Stoffreste fallen beim Nähen fast immer an, sie müssen aber kein Abfallprodukt sein. Es ist viel zu schade die Reste einfach in den Müll zu werfen, denn du kannst daraus noch tolle Projekte verwirklichen! Sammle doch Stoffstücke für eine Patchworkdecke oder ein Patchworkkissen. Oder wie wäre es mit einem Schlüsselanhänger aus Leder– oder Kunstlederresten?

buntes Patchworkkissen

5. Recyceltes Nähgarn von Gütermann

Beim Einkauf von Nähzubehör kann es schon schwer fallen auf nachhaltige Produkte zu achten, denn oft ist nicht deklariert wie die Produkte hergestellt wurden. Jedoch gibt es eine tolle umweltfreundliche Nähgarn-Alternative von Gütermann: der Allesnäher rPET und der Zierstichfaden rPET.

Gütermann Allesnäher rPET

Das Nähgarn wird aus 100 % wiederverwerteten Polyester hergestellt. Dieses wird aus recycelten Getränkeflaschen gewonnen, die erst gewaschen, dann geschreddert und eingeschmolzen werden. Bei der Produktion wird weniger Energie benötigt und CO2 ausgestoßen, als bei herkömmlichen Nähfäden. Daraus entsteht dann ein schönes haltbares Nähgarn, das sich für alle Stoffe und Nähte eignet. Unglaublich aber wahr: aus einer PET-Flasche entstehen ca. 1000 m Allesnäher rPET bzw. 300 m Zierstichfaden rPET. Und alles Made in Germany.

Damit macht Gütermann einen großen Schritt in der nachhaltigen Herstellung von Nähzubehör, der hoffentlich auch andere Hersteller dazu inspiriert Recycling eine stärkere Bedeutung zu geben.

So können wir mit gutem Gewissen nähen!



Den umweltschonenden rPEt Allesnäher findet ihr hier: Gütermann Allesnäher rPET



Und wie schont ihr die Umwelt beim Nähen?


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